Fundstūcke

Grabbeigaben aus den Grubengräbern

Die Grubengräber der phönizischen Nekropole am Monte Sirai, bei denen überwiegend der Ritus der Einäscherung praktiziert wurde, stammen aus dem Zeitraum zwischen Ende des 7. Jahrhunderts v. Chr. und dem nachfolgenden Jahrhundert und es handelt sich um die ältesten bisher dokumentierten Gräber der phönizischen und punischen Siedlung.

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Abb. 1 - Der Bereich der phönizischen Nekropole (hervorgehoben) Foto Unicity S.p.A.;

Unter den Keramiken, in einigen Fällen mit roter Glasur, finden sich typische Formen wie der Krug mit Pilzrand und der mit großem Ausguss in unterschiedlichen Ausführungen (Abb. 2-4). Auch Teller - oft bemalt -, Schalen und Lampen sind dokumentiert. Die Grabbeigaben umfassen ornamentale Objekte, die das Böse abwenden sollen, wie Juwelen, Amulette und Skarabäus. Die Beziehungen zur griechischen Welt sind dokumentiert durch das Vorhandensein von Keramiken aus der Region Ionien sowie aus Korinth. Die Beziehungen zu den Einheimischen wird durch Keramik der nuraghischen Tradition belegt (Abb. 3).

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Abb. 2-3 - Fundstücke aus der phönizischen Nekropole (GUIRGUIS 2012, Tafel 17); Keramiken aus dem Grab 32 (unten Geschirr vom nuraghischen Typ): BARTOLONI 1983, Abb. 11.
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Abb. 4 - Grabbeigabe des Grabs 292 (GUIRGUIS 2013, Abb. 40).

Bibliografia

  • P. BARTOLONI, La necropoli (campagna 1982), in RStudFen, XI, pp. 205-221.
  • M. GUIRGUIS, Monte Sirai 2005-2010. Bilanci e prospettive, in Vicino & Medio Oriente, 16, pp. 51-82.
  • M. GUIRGUIS, Monte Sirai 1963-2013 mezzo secolo di indagini archeologiche, Sassari.

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